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Isa
Jg 78, verliebt, vergeben und glücklich. Träume sind da um gelebt zu werden, das Leben ist da um geliebt zu werden.

Es war Sonntag, der letzte Sonntag im März 2019. Da kreuzte das blaue Häuschen meinen Weg.

Mein Umzug vom Bodensee zurück in meine Heimat, das schöne Luzerner Hinterland rückt immer näher. Da ich nur 2 Dörfer entfernt von meinem Wohnort arbeiten werde, möchte ich gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Den gesamten Weg dorthin kann man Neben- und Feldstrassen befahren. Ein wirklich sehr schöner Weg.

Mein Fahrrad hatte ich am Freitag zuvor mit dem Auto nach Hause transportiert und natürlich fix das Vorderrad wieder montiert, dies offenbar mit Folgen, da die Bremsklötze das Vorderrad doch etwas eng umschlungen haben. Nun dann, mein liebenswerter Partner – er ist so oder so der Beste – hat dies fix wieder gerichtet. Ich habe offenbar ein Schrauberdefizit, denn ich habe es geschafft, das Rad anzuziehen, obwohl es schief war.

So ging es nun am Sonntagmorgen – mit korrekt angebrachtem Vorderrad – los in Richtung der neuen Arbeitsstelle. Kurz die Hauptstrasse überquert ging es weiter vorbei an grünen Feldern und im Frühling erwachenden Bäumen und Sträuchern. Wunderschön. Weiter entlang eines Flusses, vorbei an wunderschön dekorierten und bepflanzten Bauernhofgärten in Richtung Industriepark. Dort angekommen war ich mit meinen gemütlichen gut 17 min Fahrt happy, dass ich hier bei schönem Wetter einen solch angenehmen Fahrradweg geniessen kann.

Den Rückweg gestaltete ich mir etwas individueller. Ich strampelte in Richtung meiner Jugendbadi, viel hat sich dort nicht geändert, naja ich ja auch kaum älter geworden.

Auf meinem Weg kurz nach der Badi, sah ich auf einmal, inmitten einer Weide mit Kühen, am Rande des Weges, ein blaues Häuschen. Ich konnte gar nicht anders, ich musste anzuhalten. Denn da steht irgendwo, im nirgendwo ein blaues Häuschen. Sodann, Fahrrad hingestellt, um näher an dieses Häuschen zu gehen. Bauernhofschule stand da auf dem Schild. Im Häuschen postiert, eine leicht bekleidete Dame, eine Blondine, eine Dame aus Plastik. Sozusagen eine pensionierte Schaufensterpuppe, welche die Tage der Haute Couture hinter sich gelassen hat. Rund um dieses Häuschen herum war ein kleiner feiner Vorgarten angelegt, ich bin immer noch fasziniert! Bei genauerem Betrachten des Werkes bemerkte
ich, dass das ganze Konstrukt dazu dient, den Bienen ein zu Hause zu geben.

Somit so oder so «e super Sach».

Nach langem Bestaunen und Ablichten, verliess ich das blaue Häuschen und führte meine Fahrt fort, wieder nach Hause. 

Eure Isa.